Das Wissenschaftliche Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen - WINHO - GmbH wurde durch den Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) e.V. im November 2004 gegründet. Derzeit haben sich 394 Fachärzte aus 209 onkologischen Schwerpunktpraxen für eine Kooperation mit dem WINHO entschieden und finanzieren das Institut durch ihre Subskriptionsbeiträge. Ursprünglich ist das Institut aus dem Teilprojekt hämatologisch-onkologischer Schwerpunktpraxen im Kompetenznetz Maligne Lymphome hervorgegangen, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.
Qualitätssicherung, Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie - das sind die zentralen Themen, mit denen sich das WINHO befasst. Auf diesen Gebieten unterstützt und berät das WINHO die niedergelassenen Hämatologen und Onkologen und deren Berufsverband. Die Arbeit wird in Arbeitsgruppen und eingerichteten Fokusgruppen gebündelt, die eine enge Verbindung der Fachprojekte zu den Anforderungen der Schwerpunktpraxen gewährleisten.
Das Institut entwickelt Instrumente, die die Transparenz und die Versorgungsqualität in der Onkologie verbessern und die niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in der Gestaltung hochqualifizierter Leistungsangebote unterstützt. Jedes Jahr wird die Arbeit der niedergelassenen Onkologen und ihre Leistungen in einem Qualitätsbericht dargestellt. Desweiteren führt das WINHO Patienten- und Zuweiserbefragungen für die Partner-Praxen durch.
Einen besonderen Schwerpunkt legt das Institut auf die Weiterentwicklung von Qualitätsindikatoren für den hämatologischen und onkologischen Bereich. Aus diesem Anlass wurde ein Projekt zur Entwicklung von Qualitätsindikatoren mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Krebshilfe ins Leben gerufen.
Die Kooperation von WINHO und niedergelassenen Fachärzten steht für die Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Hochspezialisiertes Fachwissen der Hämatologen und Onkologen auf der einen Seite, sozialmedizinische Kompetenz auf der anderen Seite - in dieser Allianz können praxisnahe Konzepte für die bessere Versorgung von Krebspatienten entwickelt und erprobt werden.
